- 15 Millionen Euro Projekt mit mehr als zehnjähriger Laufzeit gewonnen
- Umfassende Erneuerung adaptiert Anlage für Herausforderungen der Energiewende
- EQOS Energie überzeugt mit Know-how und vertrauensvoller Kundenbeziehung
Rund 15 Millionen Euro Projektvolumen und ein Ausführungszeitraum von März 2025 bis September 2036 – das sind die eindrucksvollen Eckdaten eines neuen Projekts im Bereich Energietechnik von EQOS Energie. Im Auftrag von Übertragungsnetzbetreiber Amprion ertüchtigt ein fünfköpfiges Team von EQOS Energie in Uchtelfangen eines der wichtigsten Umspannwerke des Saarlandes und damit auch einen bedeutenden Knoten im europäischen Verbundnetz.
Exakt vorgegebenes Arbeitsprogramm bei laufendem Betrieb
Zum Auftrag zählen die Arbeiten zur Elektromontage, die Erdungsanlage, die Kabelverlegung inklusive Anschlüsse, Stahl- und Gerätemontagen sowie die Herstellung der Hochspannungsrohrverbindungen. „Nach Beendigung der Arbeiten wird die Anlage an die neuen Anforderungen angepasst und ihre gesamte Leistungsfähigkeit deutlich erhöht sein“, sagt Uwe Brand, Leiter des Profit Centers Umspannwerke/HS Deutschland West bei EQOS Energie. „Die Kurzschlussleistung steigt von 60 auf 80 kA, die Sammelschienen werden von 6.000 auf 8.000 A erhöht, jedes Feld von 3.000 auf 4.000 A ertüchtigt. Das hat zur Folge, dass die Fundamente des Umspannwerks wie auch die Stahlkonstruktionen unter den Geräten verstärkt werden müssen, damit die zu erwartenden größeren Kurzschlusskräfte bewältigt werden können. Insgesamt werden dort 4.500t Stahl bewegt“, erläutert Brand. Besonders herausfordernd ist, dass der Umbau bei laufendem Betrieb erfolgt: In vielen, zeitlich exakt definierten Etappen müssen sich die EQOS Energie Mitarbeitenden sukzessive durch freigeschaltete Arbeitsbereiche vorwärtstasten.
Beeindruckende Entwicklung am Standort Oberhausen
„Dass die KollegInnen in Oberhausen den Zuschlag für dieses außergewöhnlich große Projekt bekommen haben, ist ein enormer Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit unserer Energietechnik und unterstreicht die Stellung unseres Unternehmens als Qualitätsführer. Es war zweifellos hilfreich, dass uns Amprion aus mehreren anderen Projekten gut kennt und wir sehr gute Kooperation auf allen Ebenen haben,“ freut sich Uwe Trampnau, Geschäftsführer für Energietechnik bei EQOS Energie. Der Standort Oberhausen wurde erst vor vier Jahren neu aufgebaut und ist im Schaltanlagenbau eine feste Größe im Westen Deutschlands geworden. Das drückt sich auch im Personalstand aus, der von 19 Mitarbeitenden 2021 auf mittlerweile 60 KollegInnen beachtlich angewachsen ist.
Versorgungssicherheit für ganz Deutschland
Die Notwendigkeit einer Leistungssteigerung des Umspannwerks in Uchtelfangen liegt im Übergang zu nachhaltiger Energieversorgung begründet. Eine große Herausforderung dabei: Die Verfügbarkeit erneuerbarer Energien ist im Tages- und Jahresverlauf häufig starken Schwankungen unterworfen, während die Entwicklung von Speichertechnologien noch in den Kinderschuhen steckt. Als Drehkreuze im europäischen Stromnetz sorgen Umspannwerke dafür, dass der Strom flächendeckend gleichmäßig verteilt wird.
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