Wenn aus Planung Wirklichkeit wird

Interview mit Jonas (37), Projektleiter in der BU Energietechnik

Seit September 2021 ist Jonas als Projektleiter in der Energietechnik bei EQOS im Einsatz. Er begleitet komplexe Aufträge von der Planung bis zur Inbetriebnahme. Für ihn steht fest: Erfolg entsteht in seinem Beruf durch klare Kommunikation, sorgfältige Vorbereitung und ein starkes Miteinander.

Jonas, wie würdest du deinen Job jemandem erklären, der mit Energietechnik bisher wenig zu tun hatte?

Im Grunde begleite ich Projekte ganzheitlich – von der Planungsphase über die Bauphase bis zur Inbetriebnahme. Dabei bin ich Ansprechpartner für KundInnen, KollegInnen sowie alle weiteren Beteiligten, wenn es um fachliche Fragen, die Abwicklung oder auch kaufmännische Themen wie Abrechnung und Nachträge geht. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Termin- und Budgetplanung, der Einkauf von Material und Dienstleistungen, die Abstimmung mit LieferantInnen und Dienstleistenden sowie regelmäßige Begehungen auf der Baustelle. Dort schaue ich mir den aktuellen Stand an, bespreche Fortschritte mit der Bauleitung und prüfe, ob Anpassungen notwendig sind. Am Ende geht es dann auch um die gemeinsame Abnahme mit den Auftraggebenden. Das macht meinen Job wirklich abwechslungsreich.

Welche Aspekte deiner Tätigkeit bereiten dir dabei besonders Freude?

Besonders spannend finde ich die Planung und die Umsetzung technischer Details. Wir in der Energietechnik bekommen in der Regel bereits ein grundlegendes Konzept gestellt und arbeiten dieses dann weiter aus. Wenn es Änderungen gibt, muss ich prüfen, wie sie sich technisch, terminlich und wirtschaftlich auswirken. Gerade diese Mischung aus fachlichem Verständnis, Organisation und Verantwortung gefällt mir sehr. Außerdem mag ich die Zusammenarbeit mit den KollegInnen. Ein Bauvorhaben funktioniert nur dann wirklich gut, wenn man sich abstimmt, strukturiert arbeitet und als Team an einem Strang zieht.

Wenn du auf deine bisherige Zeit bei EQOS blickst: Was war für dich ein besonderer Erfolg?

Schöne Erfolge entstehen für mich vor allem im direkten Miteinander. Ein Beispiel ist ein Sommerfest, das wir teamintern organisiert haben. Wir sind Kart gefahren, alle KollegInnen waren dabei, und es war einfach ein gelungenes gemeinsames Erlebnis. Solche Momente bleiben einfach hängen, weil sie das Team stärken.
Im Arbeitsalltag bei EQOS war es für mich besonders schön, dass ich schon sehr zeitnah nach meiner Einstellung eigene anspruchsvolle Projekte übernehmen konnte und der Einstieg ins Unternehmen ohne Umstellungsschwierigkeiten funktioniert hat. Ich kam aus derselben Branche. Dadurch konnte ich mich bei EQOS besonders schnell einbringen und direkt Verantwortung übernehmen.

Was sind deiner Meinung nach entscheidende Faktoren, damit ein Auftrag erfolgreich umgesetzt werden kann?

Kommunikation mit allen Beteiligten ist aus meiner Sicht einer der wichtigsten Punkte. Dazu gehören KundInnen genauso wie die eigenen KollegInnen, die Bauleitung und die Personen auf der Baustelle. Wenn die Abstimmung funktioniert, ist schon sehr viel gewonnen.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist eine solide Kalkulation. Sie ist gewissermaßen das Fundament, auf dem ein Projekt steht. Wenn dieses Fundament nicht passt, wird es später schwierig, selbst wenn man sich in der Abwicklung große Mühe gibt.
Außerdem spielen Teamgeist, ein guter Einkauf und ein durchdachter Ablauf eine große Rolle. Ich muss überlegen, welche Aufgaben intern erledigt werden sollten, wo externe Unterstützung sinnvoll ist und wie Personal, Material und Maschinen bestmöglich eingesetzt werden. Gerade diese smarte Organisation der Abläufe macht am Ende viel aus.

Wenn wir jetzt vom Projekt zur Projektleitung blicken: Was sollte diese mitbringen, damit alles reibungslos abläuft?

Für mich sind eine positive Grundeinstellung und eine hohe Anpassungsfähigkeit sehr wichtig. Im Arbeitsalltag gibt es immer Veränderungen: kleine Anpassungen, Verzögerungen, aber auch größere Unterbrechungen, wie etwa ein Baustopp. Damit muss ich umgehen können, ohne den Überblick oder die Ruhe zu verlieren.
Dazu kommt Kommunikation. Ich muss mit den Auftraggebenden die Ziele im Blick behalten und gleichzeitig mit dem eigenen Team sauber abstimmen. Ebenso wichtig ist Gründlichkeit: Lieber investiere ich einmal richtig Zeit und prüfe sorgfältig, als dass später Fehler entstehen, die teuer werden können.
Und dann gibt es noch etwas, das schwerer greifbar ist: ein gewisses Bauchgefühl. Viele Herausforderungen kündigen sich früh an. Mit Erfahrung erkennt man solche Signale besser und kann rechtzeitig gegensteuern, bevor ein Problem größer wird.

Gab es einen Moment, in dem du dachtest: Genau deshalb mache ich diesen Job?

Solche Momente gibt es immer wieder, besonders dann, wenn ein Ablaufplan, den ich vorher im Detail durchdacht habe, am Ende tatsächlich funktioniert. Bei komplexeren Tätigkeiten muss ich sorgfältig vorgehen: Wer macht was zu welcher Zeit? Welches Material wird gebraucht? Welche Maschinen und welche Mitarbeitenden müssen vor Ort sein? Wenn das alles ineinandergreift, weiß ich, wieso ich diesen Job mache.

„Wenn aus Planung ein echtes Bauwerk wird, ist das ein besonderes Gefühl.“

Besonders schön ist es auch, wenn ich sehe, wie aus der Planung Schritt für Schritt ein großes Bauwerk entsteht. Wenn am Ende viele KollegInnen auf der Baustelle zusammenarbeiten und gemeinsam etwas schaffen, dann weiß ich, wofür ich die ganze Vorarbeit gemacht habe.

Wie behältst du in stressigen Situationen den Überblick?

Ich denke, man lernt mit der Zeit, Prioritäten zu setzen. Nicht immer kann alles gleichzeitig und mit derselben Tiefe erledigt werden. Dann muss ich abwägen: Was ist gerade wirklich wichtig? Wo ist der größte Effekt? Und wo kann ich auch einmal bewusst sagen, dass etwas später erledigt wird? Dabei hilft mir meine positive Grundeinstellung. Stressige Situationen gehören dazu, aber ich muss handlungsfähig bleiben und pragmatisch entscheiden.

Was würdest du jungen KollegInnen mitgeben, die ProjektleiterIn werden möchten?

Ich würde auf jeden Fall dazu raten, in dieser Branche einzusteigen. Die Energietechnik hat Zukunft. Es gibt ein hohes Auftragsvolumen und einen großen Ausbauwunsch seitens der Netzbetreiber. Das bietet sehr gute Perspektiven.
Der Arbeitsalltag ist spannend und abwechslungsreich, weil er eine gute Mischung aus Büroarbeit und Baustellentätigkeit bietet. Außerdem kann eine Projektleitung wirklich etwas bewegen. Der Erfolg eines Bauvorhabens hängt stark davon ab, wie gut jemand organisiert, kommuniziert und Entscheidungen trifft. In enger Zusammenarbeit mit Bauleitung und MonteurInnen hat die Projektleitung wesentlichen Einfluss auf den Projekterfolg und kann die Ausrichtung sowie die Umsetzung maßgeblich beeinflussen. Genau das macht die Aufgabe so reizvoll.

Worauf freust du dich bei EQOS in Zukunft besonders?

Ich freue mich jedes Jahr auf unsere Schulungswoche im Januar. Dann kommen viele KollegInnen zusammen, und ich sehe, wie das Team weiterwächst. Das ist jedes Mal schön zu erleben.
Auch die gemeinsamen Treffen im Team sind für mich wichtig – zum Beispiel Events oder Besuche bei den KollegInnen in Dresden. Am Ende sind es oft genau diese persönlichen Begegnungen, die den Arbeitsalltag besonders machen.