Interview mit Katharina (45), kaufmännische Profit Center Leiterin in der BU Freileitungsbau
Eigentlich hatte Katharina sich auf eine Stelle als Projektassistenz im Tiefbau beworben. Doch noch im Vorstellungsgespräch wusste sie mit ihrem unbändigen Ehrgeiz zu überzeugen – sodass sie stattdessen nicht nur als Projektkauffrau bei uns startete, sondern heute sogar die kaufmännische Seite eines Profit Centers administriert.
Katharina, wie sieht Ihr Alltag aus?
Zwei Wochen im Monat stecke ich ganz intensiv im Monatsabschluss und überwache die Projektbewertungen: Wo stehen die Projekte? Ist alles rechtzeitig da oder fertig? Werden unsere Ziele erreicht? Stimmen die Zahlungseingänge? Ich habe deswegen viel Kontakt mit den ProjektleiterInnen, aber auch viele Kalkulationstabellen auf meinen PC offen. Nach wie vor unterstütze ich auch noch bei großen Projekten die ProjektleiterInnen bei allem, das mit Zahlen zu tun hat. Und auch bei der Einarbeitung neuer KollegInnen schaue ich gern einmal über die Schulter. Bei all dem lasse ich es mir aber dennoch nicht nehmen, weiter auf die Baustelle zu fahren – früher war ich Projektkauffrau und fast jede Woche draußen. Jetzt versuche ich mindestens zur Bauberatung bei Großprojekten vor Ort zu sein, um den persönlichen Kontakt aufrecht zu erhalten; sowohl zu unseren Leuten als auch den Projektbeteiligen von Seiten der Kunden.
Sie sagten ja schon, dass Sie früher als Projektkauffrau gearbeitet haben – möchten Sie uns vielleicht etwas von Ihren Anfängen und dem Weg bis heute erzählen?
Ursprünglich komme ich aus dem Straßenbau und hatte eigentlich gar nicht so viel mit Zahlen zu tun, sondern mit der Disposition von Maschinen und Personal für täglich neue Baustellen. Nach meiner Zeit dort und einer „Eltern-Pause“, in der ich nur in Teilzeit gearbeitet habe, wollte ich nun noch einmal etwas für meine Karriere tun. Witzigerweise hatte ich mich ursprünglich bei EQOS auf eine ganz andere Stelle beworben, einer Stelle als Projektassistenz im Bereich Tiefbau. Allerdings kam noch im Vorstellungsgespräch der Vorschlag von meinem heutigen Vorgesetzten, doch stattdessen Projektkauffrau zu werden. Eigentlich stand es für mich gar nicht zur Diskussion, auf Montage zu fahren und so viel beruflich unterwegs zu sein – aber ich hatte den kompletten Support meiner Familie und da ich mich ohnehin gern beruflich noch mal verändern wollte, habe ich dann wider Erwarten zugesagt. In der Einarbeitung durfte ich dann viele Standorte und Bereiche kennenlernen und dort über die Schulter schauen, von der Kalkulation zum Grundstücksmanagement bis zum Technischen Zeichner. Ich habe Kontakte geknüpft, Leute kennengelernt und dann nach vier Monaten den Startschuss bekommen, dass ich Projekte betreuen und auf die Baustelle raus darf.
Das klingt doch nach einem guten Start. Wie erging es Ihnen dann bei uns?
Meine Position gab es vorher in unserem Profit Center in dieser Form noch nicht. Daher war die große Frage: Welche Aufgaben habe ich überhaupt? Wo kann ich die Projekt- und BauleiterInnen sinnvoll unterstützen und entlasten? Ein guter Weg war, dass ich viel mit ihnen draußen am Geschehen war und ich so alles Wichtige verstehen und nachvollziehen konnte. Da ich nicht aus dem Freileitungsbau komme, war mir das ein großes Anliegen, sowohl die Begrifflichkeiten zu verstehen als auch das, was tatsächlich gemacht wird. Ich habe die Zeit genutzt, beides abzugreifen – das Technische als auch das Kaufmännische. Ich hab mich richtig eingefuchst, aber auch immer wieder Hilfe von KollegInnen bekommen, die mir Dinge erklärt und gezeigt haben.
Und dann ging es direkt weiter in die Führungsebene?
Ja, es ging Anfang 2025 für mich los. Die Position der kaufmännischen Profit Center Leitung wurde umstrukturiert und in dem Zuge hatte man mich gefragt, ob ich zukünftig lieber weiter Richtung Projektleitung oder doch kaufmännische Leitung gehen möchte. Auch hier gab es wieder viel Bestärkung aus dem Team und der Führungsetage, denn ich habe mich gefragt, wo ich überhaupt das Knowhow dazu hernehmen soll mit meiner bisherigen Laufbahn. Aber ich habe auf die Worte vertraut, dass ich es schaffen kann. Der Deal war „Ihr zeigt mir, was auf mich zukommt und ich probiere es.“ Dann war tatsächlich schnell klar, dass die berufliche Veränderung für mich möglich und realistisch ist. Natürlich war das auch jede Menge Arbeit; parallel zum Job wurde ich eingearbeitet und ich habe für mich und meine Weiterbildung gleichzeitig noch eine Schulung zur IHK Bauprojektleiterin im Freileitungsbau absolviert. Aber ich bin auch jemand, der gern sofort alles richtig können möchte, also habe ich auch entsprechend die Zeit und Mühe reingesteckt.
„Hier wird man nicht gebremst.“
Sie haben in Ihrer Zeit bei uns ja richtig durchgepowert. Haben Sie ein Geheimrezept gegen Stress?
Nein – ich glaube, ich brauche den Stress (lacht). Tatsächlich ist es bei mir so, dass ich schlechte Laune bekomme, wenn es langweilig wird. Ein Job, der mir keine Herausforderungen oder nur ein reines Abarbeiten bieten würde, wäre mein Untergang. Für mich ist das also gar kein Stress. Auch Zuhause sitze ich eigentlich nie still, ich stehe gern unter Strom. Letztens wurde ich noch gefragt, ob man mich überhaupt irgendwie aus der Fassung bringen kann – und meine Antwort war „Nein, das wird nicht passieren“. Ich hab immer gute Laune und motiviere mich selbst. Ich habe hier einen Job gefunden, der mir Spaß macht und ich fühle mich, seitdem ich bei EQOS bin, viel ausgeglichener. Und wenn ich mal nicht weiterkomme, dann schnappe ich mir einfach meinen Hund, gehe eine Runde spazieren und setze mich danach mit neuer Energie wieder dran.
Gibt es denn irgendetwas, das Sie sich für die Zukunft wünschen?
Nein, ich habe keine Wünsche mehr, ich bin rundum zufrieden. Ich habe mich in die für mich neue Welt reingefuchst, sodass das Pensum nun doch ein wenig runter gegangen ist und ich sicher in dem bin, was ich sage und tue. Und das finde ich total cool, ich bin richtig stolz auf mich. Trotzdem erlebe ich jeden Tag was Neues, sodass ich noch lange nicht soweit bin, dass ich sagen würde „Jetzt würde ich aber gern mal einen Lehrgang für frischen Input machen“. Ich genieße diesen Zustand des Angekommen-seins sehr.
Und was ist mit dem Blick zurück – möchten Sie da gern etwas besonders hervorheben?
Mein EQOS-Highlight ist, dass mir das Jobangebot gemacht und die Chance gegeben wurde, mich zu beweisen und neu auszurichten. Dass man sich die Zeit genommen hat, mich einzuarbeiten und mir das Vertrauen gegeben hat, dass ich es schaffen kann. Ich bin froh, den Schritt gegangen zu sein und mich bei EQOS beworben zu haben. Ich bin noch nie so mit einbezogen worden und wir haben ein sehr gutes Miteinander. Was will man mehr?